Glossar
Glossar Bookmarks: A-E . F-K . L-R . S-Z

A-E

Agoraphobie
Platzangst; Angst in Menschenmassen, auf öffentlichen Plätzen, fern von Zuhause etc.

Angstzustände
Gefühl des Unbehagens und der Furcht, das auch durch physische Anzeichen wie Herzklopfen, Schweißausbruch und Anspannung charakterisiert werden kann.

Anorexie
Appetitlosigkeit oder Abneigung gegen Nahrungsmittel. Anorexia nervosa ist eine ernsthafte psychologische Erkrankung. Meist sind Mädchen oder junge Frauen davon betroffen.

Antidepressiva
Medikamente, die zur Behandlung der Depression und anderer psychischer Erkrankungen eingesetzt werden.

Apathie
Teilnahmslosigkeit oder Gleichgültigkeit.

Biochemie
Wissenschaft, die die chemische Zusammensetzung von lebenden Organismen untersucht.

Biofeedback
Eine Methode, die das Ziel hat, bewusste Kontrolle über unbewusste Körperfunktionen, wie z.B. den Blutdruck zu gewinnen.

Chronisch
Lange andauernd. Bei manchen Krankheiten wird chronisch als sechs Monate oder länger dauernd definiert.

Defäkationsdrang
Drang nach Stuhlentleerung

Depression
Gefühle von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Pessimismus und ein genereller Verlust an Lebensfreude verbunden mit vermindertem seelischen Wohlbefinden.

Diagnose
Die Feststellung der Ursache für das Problem eines Menschen durch einen Arzt, üblicherweise durch Identifizierung des Krankheitsverlaufs und des verantwortlichen Auslösers.

Dysthymie
Gemütsstörung, die durch chronische leichte depressive und reizbare Stimmung verbunden mit anderen Symptomen wie beispielsweise Ess- und Schlafstörungen, Müdigkeit, oder geringes Selbstwertgefühl charakterisiert wird.

Exsikkose
Austrocknung, Abnahme des Gesamtkörperwassers

F-K

Generalisierte Angststörung
Ein psychischer Zustand mit dem Hauptsymptom chronische und lang andauernde Besorgnis. Zusätzlich treten unspezifische physische Reaktionen auf, wie beispielsweise Zittern, Nervosität, Schweißausbrüche, Verwirrtheit und Reizbarkeit.

Hyperventilation
Übermäßig schnelle oder tiefe Atmung.

Hypoglykämie
Abfall des Blutzuckerspiegels unter den Normalwert.

Hypothyreose
Schilddrüsenunterfunktion

Interpersonale Therapie (IPT)
Eine Form der Psychotherapie, die den Schwerpunkt auf die zwischenmenschlichen Beziehungen des Patienten legt; diese Methode kann auch zur Behandlung von Depression eingesetzt werden.

Kognitive Verhaltenstherapie
Methode zur Behandlung von psychischen Erkrankungen, die auf der Annahme beruht, dass die Art und Weise, wie wir über unsere Umgebung und uns selbst denken (unsere Wahrnehmungen), unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflusst.

L-R

Lethargie
Ein Gefühl der Müdigkeit, Schläfrigkeit und Antriebslosigkeit.

MAO-Hemmer
Monoamino-Oxidase-Hemmer. Medikamente, die zur Behandlung der klinischen Depression eingesetzt werden. Diese Substanzen hemmen Enzyme, die für die Spaltung stimulierender Chemikalien im Gehirn erforderlich sind.

Melancholie
Ein älterer Ausdruck für Depression, abgeleitet vom griechischen Wort für schwarze Galle. Man glaubte ein Übermaß davon würde schlechte Stimmung verursachen. Melancholie wird heute im Zusammenhang mit Symptomen verwendet, die bei schwerer Depression auftreten.

Miktionsdrang
Drang nach Harnlassen, Drang nach Blasenentleerung

Nausea
Übelkeit

Neurotransmitter
Chemische Stoffe, die Botschaften von einer Nervenzelle zur anderen oder zu einer Muskelzelle übertragen.

Noradrenalin
Ein Hormon, das durch Verengen der Gefäße und Beschleunigen des Herzschlages den Blutdruck reguliert.

Palpitation
Unruhiger und/oder beschleunigter Schlagrhythmus des Herzens (Herzklopfen, Herzrasen)

Panikstörung
Wiederholtes, spontanes und unvorhersehbares Auftreten von massiven Angstanfällen.

Prognose
Die Chance einen Patienten von einer Krankheit zu heilen.

Psychiater
Ein Arzt, der sich auf die Behandlung von psychischen, emotionalen und Verhaltens bedingten Problemen spezialisiert hat.

Psychodynamische Therapie
Ein Bereich der Psychotherapie, der sich mit der Psychologie von seelischen und emotionalen Kräften oder Prozessen (vor allem jenen, die in der frühen Kindheit entwickelt wurden) und deren Effekten auf das Verhalten und den seelischen Zustand beschäftigt.

Psychologe
Ein Spezialist in der Diagnose und Therapie von psychischen und emotionalen Problemen. Da Psychologen keine Ärzte sind, können sie keine Medikamente verschreiben. Ihre Rolle in der Behandlung von Patienten umfasst gewöhnlich Testen, Beratung und Psychotherapie.

Psychosozial
Beinhaltet psychologische und soziale Aspekte im Zusammenhang von sozialen Bedingungen mit seelischer Gesundheit.

Psychotherapie
Die Behandlung seelischer und emotionaler Störungen unter Anwendung psychologischer Methoden, wie beispielsweise Beratung.

Remission
Zurückbildung von Krankheitserscheinungen und Rückkehr zum Zustand vor Entstehen der Depression.

S-Z

Sedativa
Beruhigungsmittel

Serotonin
Chemische Substanz (Botenstoff), die Nervenimpulse im Gehirn überträgt (Neurotransmitter). Nimmt Einfluss auf Stimmung, Schlaf-Wach-Rhythmus, Schmerzwahrnehmung u.v.a.

SNRI
Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer. Ein Antidepressivum der neuen Generation, das sowohl die Wiederaufnahme von Serotonin, als auch von Noradrenalin hemmt. Dadurch steht den Nervenzellen im Gehirn mehr Serotonin und Noradrenalin zur Verfügung.

Soziale Phobie
Angst vor sozialen Situationen, begründet v.a. in einer Beurteilungsangst

Spezifische Phobie
Eng umschriebene Angst vor bestimmten, an sich ungefährlichen Objekten und Situationen

SSRI
Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Eine Klasse von Antidepressiva, die die Aufnahme von Serotonin hemmen; dadurch steht den Nervenzellen im Gehirn mehr Serotonin zur Verfügung.

Thorax
Brustkorb

 Tremor
Zittern - wird durch unwillkürliche, rhythmische Muskelkontraktionen gekennzeichnet

Trizyklika
Antidepressiva. Der Name kommt von den drei Ringen der chemischen Struktur dieser Substanzen.